Ausstellung „Betrifft Aktion 3 – Deutsche verwerten jüdische Nachbarn“

vom 1. April bis 7. Mai 2026

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der offenen Kirche besucht werden: Dienstag bis Samstag, jeweils 11-15 Uhr

Was geschah im Dritten Reich mit dem zurückgelassenen Eigentum deportierter Juden? Wer war für Beschlagnahmung und Verkauf zuständig? Wem gehörten die Gegenstände, und wer erwarb sie? Wurden Hausrat, Möbel und Einrichtungsgegenstände nach 1945 zurückgegeben und entschädigt? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Betrifft Aktion 3: Deutsche verwerten jüdische Nachbarn“ nach.

Außerdem gibt es ein interessantes Begleitprogramm zur Ausstellung:

Am 1. April wird es um 17.30 Uhr eine Auftaktveranstaltung mit einer kurzen Einführung in die Ausstellung durch Thomas Gräfe und Musik von Kreiskantor Nils Fricke geben. Bürgermeister Peter Kock und Superintendent Michael Mertins werden hier ein Grußwort sprechen.

Am 15. April, 17.30 Uhr hält Thomas Gräfe dann einen ausführlicheren Vortrag zur Ausstellung.

Am 7. Mai, 19 Uhr liest Jörg Bade aus seinem neuen Buch „Augen auf im Tageslauf. Geschichten aus meinem Deutschland.“ Weitere Infos hierzu folgen

 

Orgelvesper am Donnerstag, 7. Mai 2026, 17.30 Uhr

An der Marcussen-Orgel: Friedhelm Wörmann

Foto: Detlef Müller

Lesung mit Jörg Bade: Donnerstag, 7. Mai, 19.00 Uhr

Jörg Bade

Im April ist der Geschichten-Band „Augen auf im Tageslauf“ von Jörg Bade erschienen. Der Mindener Autor, Theologe und Religionspädagoge im Ruhestand, hat den Buch-Titel im Herbst und Winter 2025/26 zum Motto seines Alltags zwischen Minden, Dortmund, Berlin oder unterwegs mit der Bahn in Deutschland gemacht. In der Offenen Kirche St. Simeonis wird er zunächst „Nach BVB gegen Bilbao“ als kleine Einstimmung auf sein aktuelles literarisches Projekt lesen. In der Wormser Synagoge aber ist Jörg Bade auf die Geschichte von Herta Mansbacher gestoßen, eine gebürtige Darmstädterin, die in Worms als Lehrerin an der Westendschule 1935 aus dem Schuldienst entlassen wird, um dann an der kleinen jüdischen Schule in Worms ihre Schützlinge bis zur Deportation 1942 und ihrem Ende im Vernichtungslager nicht allein zu lassen. Zudem wurde Herta Mansbacher auch durch ihr mutiges und entschlossenes Handeln in und nach der Reichsprogromnacht 1938 zur Heldin und Märtyrerin. „Augen auf im Tageslauf“ würdigt deshalb ihr Leben und Wirken mit einer nach ihr betitelten Geschichte. Die Lesung beginnt in der Offenen Kirche St. Simeonis am 7. Mai um 19.00 Uhr. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden lädt zum Abend ein. Ein Gespräch über die Geschichten ist ausdrücklich erwünscht.

Lesung mit Frank Meier-Barthel am Sonntag, 17. Mai, 16.00 Uhr

Frank Meier-Barthel

Seine Religionsphilosophie, die Buber Rosenzweig-Übersetzung der Heiligen Schrift, die Sammlung überlieferter Geschichten aus dem chassidischen Judentum – Martin Buber (1878-1965) hinterließ ein inspirierendes Werk, zu dem seine Erinnerungs-Skizzen einen lebensnahen Zugang gewähren:

Da war der Augenblick nach der Trennung der Eltern, in dem der Vierjährige begriff, dass seine Mutter nie wieder kehren werde. Da waren das Streicheln eines Pferdes, ein frommer Chassid, der ihn für einen Wahrsager hielt, der Disput über das Wort „Gott“ mit einem Freund im Sonnenaufgang …

Konzert in der Offenen Kirche St. Simeonis in Minden

am Samstag, den 30. Mai 2026, 18.00 Uhr

Musik in voller Blüte – Lieder und Duette von Rossini bis Schumann

Dieses Konzert lädt zu einer musikalischen Reise durch die Klangwelten der Klassik und Romantik ein. Unter dem Titel „Musik in voller Blüte“ entfaltet sich ein abwechslungsreiches Programm aus Gesangssoli und Duetten verschiedener Komponisten – so vielfältig und farbenreich wie ein blühender Garten.

Zarte Melodien, leidenschaftliche Ausdruckskraft und lyrische Klangmomente spiegeln die emotionale Tiefe dieser musikalischen Epochen wider. Jede Komposition bringt ihre eigene Stimmung und Farbe mit und fügt sich zu einem harmonischen Gesamtbild zusammen.

Die ausgewählten Werke zeigen die Schönheit der menschlichen Stimme in ihren unterschiedlichen Facetten – mal innig und ruhig, mal kraftvoll und bewegend. Das Konzert verbindet bekannte Meisterwerke mit besonderen musikalischen Entdeckungen und lässt die Musik in all ihren Nuancen erblühen.

Freuen Sie sich auf einen Abend voller Klang, Gefühl und musikalischer Vielfalt.

Über uns

Wir sind Studierende am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück und widmen uns der klassischen Musik mit großer Leidenschaft.

Maike Weber (Sopran), Shanell Giesbrecht (Klavier) und Maria Molina (Sopran) verbindet eine langjährige musikalische Ausbildung sowie vielfältige Konzerterfahrungen in unterschiedlichen musikalischen Kontexten.

Die Idee zu diesem gemeinsamen Projekt entstand beinahe zufällig – aus dem musikalischen Miteinander heraus. Schnell wurde deutlich, dass uns nicht nur die Begeisterung für das Repertoire verbindet, sondern auch ein besonderes musikalisches Verständnis füreinander. Aus dieser Begegnung ist der Wunsch entstanden, gemeinsam ein Programm zu gestalten und dieses Projekt weiterzuführen.