Liebe Besucher*in,

herzlich willkommen in der Offenen Kirche St. Simeonis!

Unsere Veranstaltungen im Juni finden Sie im Menu unter „Termine“ – herzliche Einladung!

Weithin sichtbar prägt die mittelalterliche Kirche mit ihrem Turm das Stadtbild Mindens. Auch das Ensemble, das sie mit ihren Nachbargebäuden bildet, setzt ein ökumenisches Zeichen in der Stadt: Wand an Wand mit dem evangelischen Gotteshaus befindet sich die katholische Kirche St. Mauritius mit dem alten Kloster St. Mauritius, in direkter Verbindung mit dem Caritas-Zentrum einschließlich der Wärmestube St. Nikolai.

In ökumenischer Nachbarschaft wird so die alte benediktinische Tradition in Minden lebendig erhalten: Beten und Arbeiten, Vertrauen auf Gott und Solidarität mit den Menschen, gehören zusammen. Nach einer kirchlichen Strukturreform mit Auflösung des eigenen Pfarrbezirks ist St. Simeonis seit Pfingsten 2004 eine Offene Kirche in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Minden und wird genutzt für übergemeindliche spirituelle, seelsorgerliche und kulturelle Arbeit auf der Grundlage evangelischer Stadtkirchenarbeit. 

Die 809 Jahre alte St.-Simeonis-Kirche liegt am südlichen Rand der Mindener Altstadt. Zusammen mit dem Dom – in früheren Zeiten der Kirche für das Domkapitel und den Bischof -, St. Marien mit dem ehemaligen Adelsstift, und der Ratskirche St. Martini gehört sie zu den ältesten Kirchen Mindens. Sie alle gehören zusammen, mit der jüngeren aber gleichfalls historischen (und St. Simeonis benachbarten) Reformierten Petri-Kirche, wie die fünf Finger an einer Hand.

Das Einzugsgebiet von St. Simeonis war von Anfang an außerordentlich klein. Dennoch ist die kleine Kirche in besonderer Weise für Straßen und Institutionen namensgebend bis heute: „Simeonsstraße“, „Simeons – Carree“, „Simeons-Platz“, „Simeonsglacis“, „Simeonskirchhof“, „Simeonsbetriebe“, „Simeonstor“; in früherer Zeit soll es sogar eine „Simeons-Kneipe“ gegeben haben. Immer wieder haben die Jahrhunderte hindurch Mindener Bürgerinnen und Bürger die Simeonspfarrei, zu der besonders viele Arme gehörten, durch zahlreiche Stiftungen und Schenkungen unterstützt. Noch heute zeugen viele der Kunstgegenstände von einer besonderen Verbundenheit namhafter Mindener Bürgerfamilien mit der Simeonskirche.

Am Sonntag, dem 1. Juni 2014, dem Tag des Heiligen Simeon von Trier, war der 800. Geburtstag von St. Simeonis (die Kirchweihe hatte am 1.6.1214 stattgefunden). Zu diesem Anlass fand an diesem Tag eine Ökumenische Vesper mit Landeskirchenrätin Petra Wallmann, Erzbischof Hans-Josef Becker, Landessuperintendent Dietmar Arens und Vertretern orthodoxer Kirchen statt, mit anschließendem Empfang im Kreuzgang von St. Mauritius. Am Tag zuvor war auf dem Kirchplatz eine „Geburtstagsparty 800 Jahre St. Simeonis“ unter Beteiligung zahlreicher Kooperationspartner gefeiert worden.

Am Freitag, dem 23. Dezember 2016 um 17.00 Uhr, erfolgte dank der Unterstützung des Verfügungsfonds der Stadt Minden und privater Sponsoren die feierliche Einweihung des Stadtentwicklungsprojekts: „Leuchtturm St. Simeonis“. Seitdem wurde der Kirchturm in den liturgischen Farben des – ökumenisch verstandenen – Kirchenjahres (einschließlich religiöser und staatlicher Erinnerungs- und Gedenktage) angestrahlt, und die Kirchenfenster leuchten – nach wie vor – im Dunkeln in die Nachbarschaft hinaus. Wegen des andauernden Ukraine-Kriegs und den Folgen für die Energiepreisentwicklung ist die äußere Turmbeleuchtung als solidarisches Zeichen zur Zeit leider noch ausgeschaltet.

Durch die kreative Nutzung des alten Pfarrhauses von St. Simeonis an der Königstraße ist seit einigen Jahren die Simeons Herberge als eine weitere Kooperationspartnerin im Stadtteil-Netzwerk (mit dem Schwerpunkt Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Familien) hinzugekommen. Das spannende Projekt wird betrieben vom Verein „Weitere Wege e.V.“. Neuester „Baustein“ ist das Projekt „Schnurr-Kirche Kunterbunt“ – ca. alle 6 Wochen ein „bunter“ Gottesdienst am Sonntagnachmittag mit Kindern, Eltern, Großeltern, „frech und wild und wundervoll“, wie das Motto lautet (die nächste „Schnurr-Kirche Kunterbunt mit Taufe“  ist am Sonntag, dem 1. Oktober von 10-13 Uhr, siehe im Menü unter „Termine“).

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Arbeit der Offenen Kirche St. Simeonis erschwert: Gottesdienste, Konzerte, Ausstellungen und alle anderen „Versammlungen“ sind eingeschränkt, zahlenmäßig heruntergefahren, verschoben oder abgesagt worden. Dennoch konnte, bis auf eine kurze Phase des Lock Down, die Öffnung der Kirche für Besucherinnen und Besucher auch in dieser schwierigen Zeit aufrecht erhalten werden. Das Team der ehrenamtlichen Gastgeberinnen und Gastgeber hat dies durch großen Einsatz möglich gemacht. Auch die regelmäßigen gottesdienstlichen und kulturellen Veranstaltungen (Sieben Minuten mit Gott, Orgelvesper an St. Simeonis, MUT – Musik und Texte) konnten weitergeführt werden. Auch eine Reihe von Ausstellungen konnte gezeigt werden. Gerade in der Pandemie hat sich die Offene Kirche St. Simeonis als ein Ort bewährt, dessen „Geschäftsmodell“ – bei allem Planen „vollbesetzter  Veranstaltungen“ – in der Basis den einzelnen Menschen als Besucherin oder Besucher im Blick hat.

Wir sind sehr froh und dankbar, dass nunmehr nach überstandener Pandemie endlich auch wieder größere Veranstaltungen und geselliges Leben möglich sind.

In zwei Bereichen ist die Offene Kirche St. Simeonis als „Kirche mit den 4 O’s“ (ohne Gemeinde, ohne eigene Mitglieder, ohne eigene Mitarbeiter*innen, ohne volle Kirchensteuern) in besonderer Weise auf Unterstützerinnen und Unterstützer angewiesen:

Unser Team der Gastgeberinnen und Gastgeber kann „verstärkenden Nachwuchs“ gebrauchen – Frauen und Männer, die Zeit und Lust haben, je nach persönlichen Wünschen und Möglichkeiten für zwei Stunden (gelegentlich, im Monat, in der Woche…) den wunderschönen Kirchraum für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Haben Sie Interesse und möchten Genaueres wissen?  Dann sprechen Sie uns einfach an! Vielleicht mögen Sie ja auch eine „Schnupper-Schicht“ einfach mal ausprobieren…

Die andere „Baustelle“, im wahrsten Sinn: Als Kirche ohne eigene Gemeinde ist die materielle Erhaltung des „baulichen Kleinods“ St. Simeonis mit den wunderschönen Buntglasfenstern (den einzigen Kirchenfenstern in Minden, die nicht durch den Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden) ganz besonders schwierig. Als erstes Fenster im Rahmen der Gesamtsanierung aller zehn Fenster (Kosten ca. 360.000 Euro) konnte erfreulicherweise vor wenigen Jahren der „Barmherzige Samariter“ vor dem Zerfall gerettet werden. Um so dringender ist nunmehr die Erhaltung des einzigartigen Fensters mit dem Motiv der „Rückkehr des verlorenen Sohnes“, das links neben dem Altar die Blicke auf sich lenkt. Hier sind die für die Komplettsanierung veranschlagten ca. 50.000 Euro dank der Unterstützung vieler einzelner Menschen und einiger Großspender zusammengekommen. Allerdings wird dies nicht ausreichen, da am das Fenster umgebenden steinernen Maßwerk womöglich größere Schäden als bisher entdeckt worden sind. Das komplett ausgebaute Fenster befindet sich in der Werkstatt der Firma „Die Glasmaler“ in Borchen bei Paderborn (auf deren Werkbank sich auch ein Teil der brandzerstörten Fenster von Notre Dame de Paris befunden hat). Wir hoffen, dass der „Verlorene Sohn“ bis Ende des Jahres wieder in voller Frische „zurückgekehrt“ sein wird. – Und schließlich: Der hässliche Bauzaun neben der Eingangstür schreckt manche Besucher*innen ab. Voraussetzung für seine Entfernung ist die Sicherung des „angefressenen“ Maßwerks am Turmfenster unter der Kirchturmuhr – auch hierfür sind wir für über jede Spende  glücklich.

Förder- und Freundeskreis der Offenen Kirche St. Simeonis (Rosentalstr. 6, 32423 Minden)

IBAN 64 4905 0101 0057 0131 79

Zweckangabe: „Verlorener Sohn“ oder „Bauzaun“

Gern stellen wir Ihnen für Ihre Spende eine Zuwendungsbestätigung für das Finanzamt aus (bei Spenden ab 300 Euro automatisch, ansonsten auf Wunsch. Bitte dafür unbedingt Ihre Adresse angeben, damit wir die Bestätigung auch richtig zuschicken können).

 Vielen Dank für alle Unterstützung!

Pastor Andreas Brügmann 

 

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